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Viareggio 2008 – Mitleid bekommt man kostenlos, Neid muss man sich erarbeiten! Das Subtitlemotto war wie immer mit ‚All you can run – all you can eat’ umschrieben. Das war jedem Teilnehmer von vorneherein klar, und Regressansprüche waren damit ausgeschlossen. Nix wegen, hab nur 1 Kilo zugenommen, weil zu geringer Essnachschlag! Kurz vor der Abfahrt flatterte noch Cordls Absage auf den Tisch. Kids sind krank, die Familie bleibt zu hause. Schade, nun war das frisch reparierte Spielmobil der Würzburger DJK Leichtathleten auf sich alleine gestellt. Die erste Fahretappe ins südliche Lindau übernahm unser Busfahranfänger Til. 300 km geradeaus, kein Problem, wenn nur der Schnee nicht wäre. Schon vor Ulm sind wir im schneeverwehten Stau gestanden. Dabei wollten wir doch ins Sommertrainingslager! Die Unmengen an Schnee gönnten wir locker den Daheimgebliebenen. Am kulinarischen Tempel in Lindau gabelten wir dann Alex auf. Sie kam direkt vom Skifahren als sie vom Skifahren gekommen ist. Und danach ist sie wahrscheinlich auch wieder sofort zum Skifahren. mit Doppelklick Bilder vergrößern - Javascript muss angeschaltet sein - bitte warten, bis alle Bilder der Seiten geladen sind. Die Alpenüberquerung stellte anschließend trotz der Schweizer Schneewarnungen kein Problem dar. In der Poebene wurde es dann langsam wärmer. Wir waren auf dem richtigen Weg. Später lief Alex das Wasser im Munde zusammen, als sie die Kurven um Genua sah. Aber fahren durfte sie nicht, das war diesmal Chefsache. Schlafen konnte dabei keiner, obwohl er doch so vorsichtig war. Nachdem auch kein Reifen geplättet wurde, kamen wir noch rechtzeitig für die abendliche Pasta in Viareggio an. Die spätere Strandpromenadenbesichtigung schenkten wir uns, nicht zuletzt weil ein fetziger italienischer Orkan über uns hinweg gefegt ist. Das Meerwasser blubberte sogar auf der Strandpromenade. Im Turmzimmer checkten übrigens wie immer dieselben Stars ein. No Chance for the rest. Klar, da gabs ja auch Flachbildschirm, Designerdusche (leider ohne Haarwaschfunktion), Sternenhimmel, zusätzlichen Schrankraum, Auswahlbetten und sonstigen mehr als unnötigen Schnickachnack. Der Rest konnte sich nur die verbliebenen dunklen kleinen Balkonzimmer aufteilen. Naja, wollten nicht meckern. Am Samstagfrüh startete das Tuningprogramm mit dem ersten Sprinttraining im Stadio dei Pini. Das Hürdenrumgehüpfe wurde selbstverständlich unter großer Anteilnahme mit integriert. Nachdem das Stadion am Nachmittag wieder mal mit Fußballern belegt war, wurden die langen Läufe wie so oft in den Pinienwald verlegt. Die quer liegenden Bäume störten uns nicht die Bohne. Am Tag darauf gabs nach einer kurzen Wartzeit auf den abklingenden Regenguss, knackige Kurzsprints im Pinienwald. Stadion war geschlossen. Ach nee. Nachmittags Sprünge und Rumpfkräftigung mit anschließenden NI Läufen im Pinienwald. Sie wissen schon. Flugtechnische Ankunft unseres Nachzüglers. Nun endlich tutto completto die gruppo. Die Aufteilung des Nachschlages konnte nun mit mehr Gewicht sehr viel gerechter erfolgen. Neuer Tag, neues Training – im Pinienwald. Also die Italiener haben Arbeitszeiten… So konnten wir schon wieder ausgiebig den Pinienwald bei unseren Intervallläufen besichtigen. Die unentwegten Läufer konnten am sonnigen und kalten Nachmittag das Kilometerfressen nicht lassen. Die unentwegten Spaßvögel übten sich dagegen im traditionellen Outfit im Ausgolfen. Auf die immens hochstehenden Wurzeln musste man in jedem Falle aufpassen. Das abschließende BB Match war richtig cool, so cool, dass wir es sehr bald abbrechen mussten. Positiv: Die Rikscha blieb diesmal nicht am Berg hängen. Die kurzfristig einberufene Kulturkonferenz musste am nächsten Tag bei Laune gehalten werden. Florenz! Kultur in Dosen, ihr habts nicht anders gewollt. Nach entspannter Anreise per Bahn gabs vor Ort eine kurze Einführung in die Architektursprache des toskanischen Ortes. Die Ausführungen wurden von einem allseits geschätzten Fachmann lebendig vermittelt. Die abendliche Abfrage der Hauptbeobachtungspunkte der Renaissance Architektur wurde sehr zufriedenstellend gelöst. Nachfolgend eine kleine Auswahl möglicher Antworten (bitte selber eintragen): 1. __________ Die Gretchenfrage: Der wesentliche Unterschied der italienischen zu der deutschen Renaissance? Kleine Hilfe: Es sind nicht die italienischen Bewohner im, und auch nicht das italienische Straßenschild am Haus. ____________ Auch dieser Trip ging vorüber, sodass sich das Grüppchen wieder dem Alltagsgeschäft widmen konnte. Hürdengehüpfe und –läufe im Stadio dei Pini zu Viareggio, endlich im und nicht um. Große Diskussionen bzgl. Stadionnutzung und den damit verbundenen Kosten mit eingeborenen Fußballern. Diese abgehobenen Preise, versteh die einer! Ok, wenn man eh nicht zahlt, ist es überall gleich teuer. Nachdem am Nachmittag die Fußballer erneut herum ballern durften, war das Schmuckkästchen wieder ohne Ankündigung geschlossen. Und dafür sollen wir zahlen? Nun reichts abba endgültig. Dann eben auf nach Pietrasanta zur Stadionsuche in der Nachbarschaft. Dieses seit Jahren sagenumwobene Stadion muss doch irgendwo zu finden sein. Wir 2 Stunden herum gekurvt und natürlich nix gefunden. Nix mit Training. Naja, eine lief dann noch ein Ründchen. Neuer Tag, neues Glück. Mit einer vollständig überarbeiteten Planunterlage auf Suchfahrt. Und was sag ich: Auf Anhieb gefunden. Schmuckes Stadion mit allem was das Leichtathletikherz begehrt. Sogar andere Trainingsgruppen gabs da. Und genauso teuer wie zu hause. Das Stadion hat sogar eine Betonrundbahn mit Steilkurven zum Bladen, na ja, was die halt in Italia dafür halten. Aber das war für einen Moment Nebensache, denn Sprints, lange Läufe und langes Hürdenzeugs standen auf dem Trainingsplan. Für jeden etwas. Keuch. Gleich nachmittags noch mal hin und schon wieder Sprints, lange Läufe und langes Hürdenzeugs. Aber diesmal auch die lang ersehnten Starts auf die Matte für David und Alex! Das Pastaregal im heimischen Marche wurde auf der Rückfahrt ins Hotel geräumt. Sonne gabs inzwischen auch satt. Bin leicht gerötet. Zum Geburtstag wurde hausgemachtes Tiramisu, incl. Nachschlagportion gereicht. Verteilen durfte das Geburtstagskind, nicht ich, gemein. Während dem Vertilgen des Mahls flammten regelmäßig diverse Diskussionen auf, was alles Essbar ist und wenn ja, in welchen Mengen. Wenn ich ehrlich bin, waren mehr Gourmands als Gourmets am Tisch. Schwupdiwupp, die Zeit verging wie im Fluge, schon stand das Abschlusstraining mit mehr oder weniger langen Tempoläufen an. Aber diesmal ohne bad taste – muss mir sonst wieder die gleiche Leier anhören. Anstrengend! Aber bestens die Laufzeiten getoppt. Til und Fabi gaben sich die Unterkante Oberlippe bei den 400 mit Elisabeth und Anna. Alex bretterte mit David einen 100er nach dem anderen herunter. Und Micha? Shoppen, Cappuccino und Eis. Dann endlich viel freie Zeit für alle für individuelles Sonnen und Shoppen. Cinquecento war doch etwas zu expensive. Bleibts halt beim alten Fuhrpark. Auch dasselbe Spiel wie jedes Jahr bei der Heimfahrt. Strahlesonne und Serravalle hat auch wieder Geld gekostet. Ansonsten war bei der Fahrt nix los, außer, dass die Ösis wieder einen Stau produziert haben. Nur wegen der roten Ampel vorm Tunnel verpassten wir BB in der Heimat. Nächstes Jahr wieder. Muss einfach sein! HG |
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