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Deutsche Mehrkampfmeisterschaften in Lage 26.-28.08.2005
Langsam wird es ruhiger. Das Wetter verheißt auch zu
Zeiten eines feuchten und kalten Herbstes nichts Positives. Sodass nur wer
unbedingt freiwillig nach draußen muss auch wirklich sich dazu aufraffen kann.
Aber glücklicher weise darf ich ihnen noch von den schönen Spätsommertagen
berichten. Die sehr gut gelaufene, (nicht ganz optimale) Sommersaison war noch
in den Beinen, als schon die letzten Großtaten in den Köpfen herum geisterten.
Natalie Häusler nahm sich ihrer als Erste an. Sie begab sich auf die 600 km Tour
von München in das westfälische Lage zu den Deutschen Mehrkampf-meisterschaften.
Drei Wochen zuvor hat sie sich mit Bestleistung bei den Bayerischen die
Qualifikation gesichert. Nun wollte sie bei diesem Event das Ergebnis noch mal
toppen. Und dem sollte nichts im Wege stehen. Der Coach war auch diesmal nicht
mit dabei. Frohgemut ist sie mit Saisonbestleistung in 16,00 s in den Wettkampf
gestartet. Die 1,51 m im Hochsprung kann sie jederzeit überbieten, aber für
einen Mehrkampf war das gerade noch annehmbar. Die folgenden 8,13 m im
Kugelstoßen konnten nur von der 200 m Bestleistung (27,63 s) übertroffen werden.
Tag 1 war vorbei und voll auf Bestleistungskurs. Hervorragend! Der Tag 2 begann
wie immer mit dem Weitsprung. Egal wie gut sie dieses Jahr drauf war, den Knoten
gab’s immer bei dieser Disziplin. Eigentlich unverständlich. Der Sprint ist gut
und die Sprungleistung auch. Warum dann auch nicht die Disziplin, in der beides
zusammen kommt? Nun ja, früh am Tag hatte sie wieder mal 3 Versuche zu
absolvieren. Den weitesten Satz hatte sie mit 4,73 m in die Grube gesetzt. Nix
Genaues. Die nachfolgende Bestleistung im Speerwerfen mit 25,54 m konnte sie
auch nicht trösten. Im abschließenden 800 m Lauf war ganz leicht die Luft raus.
Etwas zu vorsichtig angelaufen, sprintete sie noch dank eines famosen Endspurtes
auf eine 2:45,28 min. Danach musste sie sich von einem BLV/LAC Coach fragen
lassen, ob sie nicht schneller laufen könne? Klar Mann, sie kann auch weiter
springen!! Mit 3.807 Punkten war sie gerade mal 11 Punkte unter ihrer
Bestleistung geblieben. Top drauf bei einer Deutschen, was will frau mehr? Sehr
gut. Hast dir die folgenden 600 km Rückfahrt redlich verdient.

Mehrkampf Höchberg 17./18.09.2005
Für den Rest war Schluss mit lustig. Zehnkampf stand an –
für alle! Nachdem wir 8 Wochen lang keine Gnade für uns selbst kannten, hatten
wir langsam alle Bewegungen intus, um uns ins große Unbekannte zu stürzen. Und
dann traf uns die Nachricht mitten ins Herz: Der Zehnkampf in Hammelburg fällt
wegen Stadionsanierung ersatzlos aus! Was machen? Wo sollten wir mit unserer
ganzen überflüssigen Energie hin? Wem und vor allem wo sollten wir unsere
anmutigen Bewegungsabläufe darbieten? In maßloser richtiger Selbsteinschätzung
der Lage wurde die Idee geboren, es doch selber zu organisieren. Die Einen
laufen, werfen, springen. Die Anderen stoppen, messen und schreiben auf und
verwöhnen selbstverständlich selbstlos die Einen. Als Ort der Darbietung wurde
der Waldsportplatz in Höchberg auserkoren und weil wir das Ganze ja nur im Namen
der Beere durchführten, wurde daraus der 1. Höchberger Spendenzehnkampf. Die
Idee hierbei war, dass jeder erzielte Punkt mit einem Cent gesponsert wird, und
das so erkämpfte Geld, sollte einem wohltätigen Zweck gespendet werden. Unser
Ziel war 30.000 Punkte zu erreichen. Soviel zu unseren Hirngespinsten. Winfried
Schliermann vom Putz- und Stuckgeschäft Mittenzwey erklärte sich sofort bereit,
unsere Idee zu unterstützen. Es war unaufhaltsam am Laufen.
Zurück zur Realität. Am Abend vor dem Wettkampf war das Wetter wie die gesamte
vorherige Woche: Regen, Wind und gerade mal 10°C. Einfach nur ungemütlich. Was
tun? Die ganzen Wettkampfgetränke (ähm..) wieder zurück bringen? Nein, tapfer
wurde vereinbart: Start wie geplant Samstag 12.00 Uhr. High Noon und dann zwei
Tage showdown! Und als die tapferen Recken und Reckinnen am Wettkampftag ins
Stadion einliefen, strahlte ganz maßlos die Sonne! Wir Glückskinder. Der Ablauf
wurde zeitlich so gestaltet, dass trotz der unterschiedlichen Disziplinenabfolge
bei den weiblichen 7-Kämpferinnen und den männlichen 10-Kämpfern immer nur eine
Gruppe aktiv war, und somit ein gegenseitiges ‚Betreuen’ möglich war. Bei den
Mädels war Neuprofi Alexandra Lenzen und Altprofi Annette Hufnagl am Start. Der
andere Altstar Cordl Hofmann musste leider kurzfristig absagen. Das Jungsteam
bestand aus Tilman Göbel, David Löhner, Fabian Jaschinsky, Boris Mandryka,
Harald Göbel und Steve Ditterich (TG H). Dazu gesellte sich noch der
Zeitungsleser und alte Altleichtathlet Rudi Veit (TG H). Er wollte auch seinen
Beitrag beim Spendensammeln leisten, obwohl er leise Zweifel wegen seines Alters
(67 Jahre) hatte, ob er denn hier richtig wäre. Quatsch. Das freundliche und
kompetente Kampfrichterteam bestand aus Anna und Elisabeth Riepel, Kathi Franz
und Wilfried Dilger.
Der gelbblaue LAC-Erbrecheimer wurde gehisst, denn unaufhaltsam nahte die Zeit
der Abrechnung. Für die harten Männer mit der großen Klappe und den
Bad-Taste-Trikots stand der 100 m Startschuss an. Nicht so das Problem, schnell
sein, das können wir: Dave 11,22s, Fabi 11,61s, Til 12,02s, Boris 12,20s, Harald
12,80s, Rudi 14,10s und Steve.... nun ja, für 50 m hat es gereicht, und dann lag
er in seinem grauenvollen 80er Jahre Pete-Sampres-Outfit und mit einer noch
grauenvolleren Zerrung am Boden. Aus und vorbei mit dem Titel König der
Athleten. Glück im Unglück, denn so hatten wir den lange schmerzlich vermissten
Conferencier! Und der konnte einfach die nächsten 2 Tage seine Klappe nicht
halten und hat uns dadurch mit dem Papp-Walkie-Talkie den Wettkampf versüßt.
Bevor es für die Mädels los ging noch eine kleine Besonderheit: Für einen
Hürdenlauf benötig man 10 Hürden, wir hatten 12 davon. D.h., dass es auch bei
völlig wohlwollender Regelauslegung nicht für zwei Bahnen gereicht hätte. Ergo
musste jeder einzeln nacheinander laufen. Da konnte jeder bei dem Anderen das
nahende Drama live mit ansehen. Keine Ausreden, Mädels ran an die Buletten:
Ex-BBlerin Alex traute sich als erste in den Startblock. Gerade mal 8 Wochen
Leichtathletik und nun so was. Ein perfekter Lauf in 21,80 s – 15 Punkte für den
LK. Im nächsten Lauf (klingt wie bei einer Großveranstaltung) war Annette. Auch
hier unerschrocken durch den Hürdenwald in 19,90 s. Pause – die Jungs sind
wieder dran. Weitsprung, mit Musik versteht sich. Ohne Motivationsgedudel geht
nix. Dave springt so auf sagenhafte 6,55m Bestleistung! Die Konkurrenz ist
geschockt, wer sollte ihn nun noch schlagen? Fabi versuchte es mit seiner
einzigartigen TGW-Ausitztechnik. Nix wars, nur 5,60m. Boris nordisch locker auf
5,50m. Til routiniert auf 5,12m. Harald auf enorme 4,90m und Rudi auf 4,09m.
Hierzu muss ich noch anfügen, dass die zwei Letztgenannten schon mehr oder
weniger deutlich den Altersklassen zuzurechnen sind (hat nichts mit
unzurechnungsfähig zu tun) und dadurch punktemäßig einen Bonus zugesprochen
bekommen. Regel ist Regel! Nun Jungs Pause – Mädels über die Latte. Für Alex ist
ja vieles neu, aber Angst vor irgendetwas kennt sie nicht. Nachdem sie
rechtzeitig im Wettkampf ihren Hochsprungknoten zum Platzen gebracht hat, ist
sie über 1,27m gesprungen. Bei Annette hat es trotz guter Technik leider nur für
1,35m gereicht. Danach ist bei einer freiwilligen Hochsprungtrainingseinheit
ständig höher gesprungen. Versteh einer die Frauen.
Disziplingerecht konnten beide Gruppen das Kugelstoßen gemeinsam durchführen.
Jeder mit seinem regulären Gewicht (dem der Kugel, mein ich). Recht
unspektakulär ging das vonstatten. Kugel nehmen, wegdonnern, die im Matsch
versunkene Kugel ausgraben, zurückbringen, kräftig ärgern wenn nötig, der
Nächste bitte. Fabi die alte Hütte 11,68m, Dave 11,02m, Til 10,42m, Boris
10,40m, Rudi 9,09m, Harald 7,65m (hört hört), Annette 8,61m und Alex 6,56m.
Jungs nun gleich zu Disziplin 4 dem Hochsprung. Wieder volles
Motivationsgeklatsche, nur ohne Musik, aber mit Schwanz. Fast hätte ich’s
vergessen. Noch ne Besonderheit: Der Letztplatzierte der vorangegangenen
Disziplin muss die nächstfolgende mit einem Fuchsschwanz hinten in der Hose
absolvieren. Ist nicht lustig, ständig mit so einem Ding herumlaufen zu müssen.
Und beim Hochsprung ist das herunterhängende Dings auch noch hinderlich!
Außerdem fahr ich nicht mal Manta. Die fachmännische Hochsprungleitung hatte
wieder Anna (zweiter Versuch, oder war’s der erste, nein der dritte) übernommen.
Übrigens sind Anna und Kamerafrau Kathi seit über 10 Monaten frischgebackene
Übungsleiterinnen. Rudi lies sich nicht beirren und sprang streadlemäßig über
1,18m. Harald sprang mäßig über 1,42m und Til erst mit rechts über 1,40m und
dann weiter mit links über seine neue Bestleistung von 1,54m! Die drei bezahlten
Profis im Team lieferten sich ein erbittertes Duell (zu dritt?). Boris stieg bei
1,58m aus und Dave übersprang ohne jede Technik im Schersprung 1,66m. Ebenso wie
Fabi, nur der mit Technik.
Nun war es an der Zeit, dass sich jeder individuell auf den Tagesabschluss
vorbereitete. Für die Mädels standen 200 an, für die Jungs wurden 400 serviert -
würg. Wo ist der Eimer? Mancher lief sich eigens warm, mancher döste auf der
Matte herum, nicht namentlich genannte stopften sich mit ungesundem und süßen
Zeug voll – doppelwürg. Auf jeden Fall waren alle vom zarten Bratwurstgeruch
umhüllt – so was von würg. Trotzdem tolle Feierabendstimmung mit Musik. Aufruf
200m Frauen: Alex und Annette. Der Startschuss fiel und die zwei rannten wie
Geschwister – sie schenkten sich nix. Keine gab nach, bis ins Ziel. Aber Dank
unserer aufwändig installierten Technik konnten wir den Zieleinlauf per Video
festhalten. 30,90 s für Alex, 31,20 s für Annette. Geschafft, Pause. Blieben
noch die männlichen Vertreter. 400m, wäre ich doch bloß leise gewesen. Durch die
Tröte schallte es unerbittlich: Lauf 1 bitte fertig machen! Dave ab wie die
Post, äh wie die Bahn, äh wie nix. 52,93s. Schluck, wie gut. Fabi im Designer
Outfit gleich in 55,90 s dahinter, gefolgt von Boris in 57,30s. Die haben’s gut.
Lauf 2 bitte fertig machen. Rudi lief für sein Alter sagenhafte 71,02s. Vorne
aber gab es keine Geschenke. Zu Anfang noch Til in Front, kam mit zunehmendem
Rennverlauf Harald immer mehr auf und ging locker und leicht in Führung. Der
Jüngere der beiden lies dies wiederum nicht auf sich sitzen und - Gemeinheit
hoch drei: Er hat zurückgeschlagen und zwar erst auf der Ziellinie mit 60,40 s
und 1/10 Sekunde Vorsprung vor dem Jüngeraussehenden. Das merk ich mir!
Zur Belohnung gab es nun für alle (für alle!) Grillzeug und natürlich was zum
Trinken. Mittlerweile waren auch noch Gäste vom Deutschlandcup aus Sindelfingen
zurück, sodass das Ganze auch den entsprechenden Rahmen hatte.
Auf Tag 1 folgt unweigerlich Tag 2. Alle sind zwar etwas angezählt, aber doch
vollständig erschienen. Gut, Annette musste als Feuerwehratemschutzfachfrau zum
Feuerlöschen ins Müllheizkraftwerk. Für sie ist kurzer Hand die
Stabhochspringerin Simone Langhirt (TG H) eingesprungen. In den Tag starteten
wieder zuerst die Jungs mit dem Hürdenlauf. In Höchberg wird wie bekannt im
englischen Stil gelaufen – nur nicht drängeln, jeder schön brav nacheinander. Im
Training gerade mal 5 Hürden gelaufen, standen nun 10 von diesen ungesunden
Teilen im Weg herum. Als erster opferte sich Til. Problemlos im 3 er
durchgelaufen – 18,26s! Zweites Opfer: David. Problemlos im 3 er durchgelaufen –
15,75s!! Drittes Opfer (Opfer, als Hürdenprofi?): Harald. Trotz der
unerfreulichen Dinge im Vorfeld (von wegen Altersklasse und so) hat er sich
bereit erklärt über die originale Männerhöhe und auf seinen Höhenbonus zu
verzichten. Problemlos im 4 er – 18,60s. Opfer Nr. 4: Boris. Unnachahmlich mit
Riesenschritten stapfte er dem Ziel entgegen. Mal im 3 er, bald aber regelmäßig
im 4 er – 19,10s. Was für ein irrer Typ! Nachdem Rudi für die Hürden unpässlich
war, blieb nur noch Opfer Nr. 5: Fabian. Volle Lotte im 3 er angelaufen,
irgendwann das Füßeheben vergessen und einige Hürden aufgesammelt – 21,81s! Alle
überlebt!
Ohne Rast ging’s gleich zum Diskus. Hier war Rudi wieder mittendrin. Ebenso wie
einige zusätzliche Gaststarter, die auch extra zum Centsammeln gekommen waren.
Nesthäkchen Matthias Küsters (TG H) glänzte hierbei mit erstaunlichen 39,72 m.
Fabian erreichte mit der 2 kg Scheibe 36,43 m, gefolgt von Boris mit 35,22 m.
Rudi warf seine 1 kg Scheibe bis auf 26,30 m. Dave lies sie bei 26,06 m stecken
und Til bei 24,69 m. Harald ereichte an seinem nicht gerade besten Wurftag 19,71
m.
Das lange Ausschlafen der Mädels war nun auch Geschichte und sie durften in den
zweiten Tag mit dem Weitsprung starten. Für die feuerlöschende Annette ist wie
gesagt Simone bis auf 4,95 m eingesprungen. Alex hatte am Ende 4,00 m zu Buche
stehen. Da ist sie schon mal weiter gesprungen, aber passt scho! Sie durften
sich gleich wieder ausruhen, denn die Jungs waren mit Stabhoch dran. What a mess!
Beam me up, steve! Stimmung und Zuschauerzuspruch waren bei dieser spektakulären
Darbietung enorm. Kaum freie Plätze im Stadionrund zu ergattern. Der einzig
freie Stuhl war ständig von einem anderen besetzt. Richtig hip wars! Rudi hat
sich wieder bei knackiger Musik dem Sonnenbaden hingegeben (‚ein Mann muss
wissen was er kann und was nicht’) und hat zwei 10 jährige Kids als Vertretung
ins Rennen geschickt, und diese übersprangen respektable 1,70 bzw. 2,30 m.
Anschließend hatten die Großen ein Problem: Sprang doch Helena Osthoff mit, und
die kann bekanntlich mit dem Stab umgehen. Aber die Jungs nach 8
Trainingseinheiten? Dave stieg bei 2 m ein und bei 2,40 m mit Headbang aus. Das
kann man durchaus als Erfolg verbuchen, denn wenn sie seine Technik (?) gesehen
hätten, wüssten sie wovon ich rede. Helena verabschiedete sich bei 2,60 m. Puh,
das ging noch mal gut für die Könner im Sprungteam. Fabi sagte bei 2,70 m leise
Servus. Seine Matte-steh-und-am-Stab-Festhalte-Technik ist nach wie vor
unerreicht. Herr Göbel und Junior Göbel beendeten bei 2,80 m das interne
Kräftemessen. Boris hatte noch 2,90 m im Gepäck. Die 3 m wollten bei Keinem, so
wie im Training, liegen bleiben. Langsam merkten alle, dass sie schon bei der
achten Disziplin angelangt waren.
Die vorletzte Disziplin, den Speerwurf, konnte die Bois und Görls wieder
gemeinsam durchziehen. Die untergemischten Sammler sorgten wieder für ein großes
Teilnehmerfeld. Unzufrieden trotz 46,02 m war Boris. Er wollte eindeutig mehr
mit dem 800 g Gerät. Matthias, das Dutzi, erreichte 42,35 m und Fabi 39,87 m.
Dave wollte auch mehr als die 33,70 m ebenso wie Til mit 28,72 m. Motiviert
waren sie also immer noch! Rudi brachte das Wurfteil bis 28,15 m, Sebastian
Küster (TG H) bis 26,67 m und Harald lies den Speer bei 23,30 m stecken
(Schulter, Ellbogen – alles im Eimer). Die eingeworfene Simone kam auf 24,53 m
und Alex auf 17,72 m. Es wird, es wird. Es wird vor allem Ernst. Der letzte
Kraftakt stand an: 800 für die Mädels und 1.500 für die Jungs. Es lebe der
gelbblaue Eimer! Netterweise hatte sich eine ganze Armada von Läuferinnen und
Läufern eingefunden. Freiwillig! Anna und die allseits bekannte Mittel- und
Langstrecklerin Agnes Wahler (LG Kar) wollten Häschen für Alex spielen. Und die
hat das Angebot dankend angenommen und ist sehr mutig mitgelaufen und hat noch
die gesamte Zielgerade lang einen sauberen Endspurt hingelegt. 3:09,01 min waren
der Lohn und der aller erste Siebenkampf für sie war erfolgreich durchgestanden!
Super!
Bei den Jungs lief es ebenso profimäßig ab. Schön brav nebeneinander auf der
Bahn aufgestellt - jeden Einzelnen hatte Kathi mit der Kamera bei der
Vorstellung fest im Bild. Elisabeth war auch mittendrin zusehen und.... Anna und
Agnes, die waren doch gerade erst...? Gezappel am Start, keiner konnte den
Startschuss mehr erwarten, bis endlich nach zermürbenden Minuten unser hinkender
Stadionsprecher das erlösende Plop erschallen lies. Ab gings ins schwarze Loch.
Verkehrte Welt. Auf den ersten Metern ging Fabi ab wie die Feuerwehr. Bald war
das auch wieder geregelt und Dave zog mit seinem Häschen Eli seine Kreise.
Dahinter tummelte sich das nächste Grüppchen Harald, Boris und Til mit ihrem
Bunny Anna. Fabi vergnügte sich derweil mit Agnes und der fahrradfahrenden
Theresa. Rudi sah am Ende des Feldes nach dem Rechten. Nach sprinterguten
4:51,53 min war der Spuk für David überstanden. Er war am Ziel und mit seinen
Kräften am Ende. War wohl ein bisschen zu schnell, hä? Gescheiter packten es die
nächsten an. Die Plätze standen erst nach einer 300 m langen Tempoverschärfung
und einem 200 m Endspurt fest. Boris finischte in 5:18,47, Harald in 5:18,49
min. Dahinter schlich sich Til mit der für einen Ex-Bbler sehr guten Zeit von
5:22,90min ins Ziel. Sebastian lief so was um 5:30,54 min. Fabi gab sich, wohl
wegen der angenehmen Unterhaltung mit 6:03,24 min zufrieden. Rudi beendete
schließlich die 2 Tage Wettkampf mit 6:17,24 min. Puh, geschafft! Die Sonne
schien immer noch. Wir haben’s wohl verdient! Das Wochenende war auf jeden Fall
voll de Honig! Wir hatten 35.672 Punkte incl. der Einzelstarts gesammelt. Ziel
erreicht. Dank der Fa. Mittenzwey kommen nun 360 € der Höchberger Tafel zu Gute.
MIP bei den Jungs wurde David und bei den Mädels Alex. Die fleißigen
Punktesammler: David 5.571, Boris 4.895, Rudi 4.795 (mit nur 8 Disziplinen!),
Fabian 4.708, Harald 4.521 und Til 4.277 Punkte. Annette and friends erreichten
2.814 und Alex 2.153 Punkte. Danke an alle, war ein spitzen Wochenende! Nochmal!!
Nachdem es keine faule Haut gibt, sind wir inzwischen wieder eifrig im
Steinbachtal unterwegs. Das alte Bergrauf- und Bergrunterspiel. Mancher mit mehr
Freude, mancher mit weniger Freude.
Bis nächstes Jahr – in alter Frische
HG

3-Länderverbändekampf Wil/Schweiz am 23.09.2005
Zum Abschluss der Saison wurden wir von der
DJK-Deutschland zum 3-Ländervergleichskampf nach Wil (Schweiz) eingeladen. Also
fuhren wir mit dem Zug von Würzburg nach Mannheim – mit kleinem Zwischensprint
am Frankfurter Bahnhof – wo wir uns mit dem Bus weiter auf den Weg in die
Schweiz machten. Nach einer mehr oder weniger staureichen Fahrt erreichten wir
schließlich unser 4*-Luxsushotel .
Gut gestärkt vom reichlichen Frühstück am nächsten Morgen brachen wir endlich
zum schön gelegenen Stadion der 16.000 Einwohnerstadt Wil auf. Nach dem
obligatorischen Mannschaftsphoto, fand der Einmarsch der teilnehmenden Nationen
Schwitz, Östrich und Dütschland statt. Leider konnten Verena und Anna, unserer
400m Hürdenmädels, nicht in den Genuss der Nationalhymne und Wimpeltausch
kommen, da sie sich schon einmal seelisch und moralisch auf die Hürden
einstimmen mussten. Trotz minimaler Wettkampfvorbereitung und ausgedehnter
Trainingspause bezwangen beide die 10 Hürden, die sich ihnen in den Weg
stellten, Anna in 69,22 sec und Verena in 75,22 sec, und steuerten die ersten
Punkte für die Mannschaftswertung bei.
Mit dem Startschuss des 400m Hürdenlaufs begann auch für Natalie, mittlerweile
in München zu Hause, der Wettkampftag in der Weitsprunggrube. Doch leider erwies
sich es an diesem Tag als unmöglich auch nur in die Nähe des Brettes zu kommen.
So standen am Schluss 4,53m zur Buche (abhaken und vergessen). Dafür liefs aber
im Hochsprung besser und die Latte blieb zum letzten Mal bei 1.50m liegen. Noch
während des laufenden Wettkampfs im Weitsprung durfte sich endlich Eli auf die
800m – Strecke begeben und erreichte nach 2:16 min Kampf als 3.te das Ziel.
Eigentlich sollte sie nach nur 1 ½ Stunden Pause noch die 400m laufen doch
glücklicherweise fand sich eine Mannschaftskollegin, die sich freiwillig
bereiterklärte zu laufen um die Eli für die abschließende 4 x 400 m Staffel zu
schonen.
Bei so viel geballter Frauenpower, dürfen wir aber auch unseren Vertreter bei
den Herren nicht vergessen. Dave, der wie Verena erst zwei Wochen zuvor von
seiner Nominierung erfahren hatte, stand schon am 100m Start bereit, um für das
Team möglichst viele Punkte zu holen. In einem zufriedenstellenden Rennen in
11,20sec errang er den zweiten Platz. Nun standen für ihn noch die 200m auf dem
Programm. Das Rennen begann gut aber schnell wurde klar, dass Dave nicht würde
mithalten können. Die Schweizer und Österreicher in der Männerklasse waren
einfach zu stark für den B-Jugendlichen. So erreichter er das Ziel als fünfter
mit der Zeit von 22,76 sec. Im Ziel war er dann doch ziemlich fertig. Doch
dummerweise hatte er vor dem Lauf den Mund zu voll genommen! Die Folge: 4 x 400
m auch für ihn! Die Staffeln bildeten den Schluss der Veranstaltung. Anna
brachte das Quartett, an zweiter Position laufend, in Führung. Leider konnte
diese von der nächsten Läuferin nicht gehalten werden. Am Ende sicherte Eli als
Schlussläuferin den zweiten Platz. Bei den Jungs ging es schon deutlicher zur
Sache. Bereits nach dem ersten Läufer war die Auswahl der DJK weit abgeschlagen.
Dave sollte an vierter Stelle ins Rennen gehen. Als er das Staffelholz bekam
hatte er allerdings einen enormen Rückstand, der nicht aufzuholen war. Also
bemühte er sich um saubere Technik und ruhigen Schritt und erkämpfte so einen
letzten Platz.
Nach getaner Arbeit näherten wir uns dem Höhepunkt des Tages: ein gemeinsames
Abendessen mit anschließender Siegerehrung. Die Frauenmannschaft belegte genauso
wie das Männerteam den zweiten Platz der Nationenwertung, hinter den starken
Schweizern und vor den Österreichern.
Nach noch einer Nacht im Luxushotel machten wir uns am Sonntag wieder auf den
Weg ins heimatliche Deutschland. Auf der Heimfahrt wurde der gewonnene Pokal der
Frauenmannschaft verlost, zu ihrer großen Freude durfte Anna ihn mit nach Hause
nehmen. Das Wochenende mit der DJK-Deutschland beendeten wir wieder mit einer
Zugfahrt von Mannheim zurück nach Würzburg, diesmal aber ohne Zwischensprint am
Frankfurter Bahnhof.
Anna, Elisabeth, David, Verena

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