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Tach allseits!
Urlaubszeit ist was Feines! Gell? Da lehnt man sich
zurück, lässt die vergangenen Wochen vorüberziehen nimmt sich ausgiebig Zeit
fürs Nixtun, liegt ohne große Ziele im Liegestuhl umeinander usw.. Man kann sich
aber auch Dingen widmen, die man lange vor sich her geschoben hat:
Zehnkampftraining. Aber der Reihe nach. Vom Bundessportfest vom 26.-29.05.2005
in Münster bis zum Urlaub galt es nämlich noch jede Menge Arbeit zu erledigen.
Die Münsterergebnisse gab es schon in der letzen Brücke zu lesen. Es war ein
tierisch gutes Wochenende, sportlich wie auch das Drumherum. Es gab herrlichen
Sonnenschein und etliche Highlights auf der Rundbahn. So stand z.B. Natalie
Häusler in ihrer Zitterdisziplin dem Hochsprung ganz oben auf dem Treppchen.
Verena Seubert ist auf Grund ihrer wiedererlangten Lockerheit auf dem Weg zu
alter Stärke. Kathi Franz kam auch langsam wieder sprungtechnisch in Fahrt. Die
zweifache Mutter Cordl Hofmann kam als ausgezeichnete dritte ins Ziel. Elisabeth
Riepel hatte 2 Starts und 2 Siege. Anna Riepel kämpfte sich bestens durch ihr
Mammutprogramm. Annette Hufnagl schleuderte ihren Speer in einem engen Wettkampf
auf einen Podestplatz um direkt im Anschluss zum Staffelstart weiter zu laufen
und hatte nicht mal 2 Minuten später zusammen mit Kathi, Nati und Verena die 4 x
100 m Staffel gewonnen. Die Jungs ließen sich auch nicht lumpen: Tilman Göbel
knackte in seinem zweiten 400 Hürden Lauf die Bayernquali und David Löhner legte
trotz eines Krampfes eine lockere Sohle auf die Tartanbahn: Deutsche Quali über
100 und 200 m. Mit der bunt zusammen gewürfelten 10 x 200 m (7xDJK Wü, 3xDJK
Rimpar) Diozösanstaffel, wurde eine supi Vizemeisterschaft, dank eines
unglaublichen Endspurtes erlaufen. Ein wirklich schönes und langes Wochenende
war vorbei – irgendwie schade und schwierig wieder ins Tagesgeschäft zurück
zukommen.
Dies begann mit einem kleinen Trainingswettkampfabstecher beim Unisportfest in
Würzburg am 19.05.2005. Hier durften nach Herzenslust kreuz und quer Disziplinen
absolviert werden, natürlich nur mit Einverständnis des Coaches. Die meisten
durften allerdings nach dem Stress der ersten Wettkampfwochen Pause machen. So
waren nur wenige bei den Kreismeisterschaften in Karlstadt (04./05.06.2005) am
Start. Annette hat mit der Kugel ihre Bestleistung auf 9,46 m gesteigert und der
Speer landete bei ihrer besten Weite seit langem: 34,61 m. Münsterschwung!
Franzi Hohm war in den Sprüngen aktiv. 4,59 im Weitsprung und 1,40 m im
Hochsprung hatte sie am Ende zu Buche stehen. Mit der 4 x 100 m Staffel gewann
sie in 54,21 s den Titel. Til hat sich ebenfalls bei den Sprüngen vergnügt.
Seine Bestmarken stehen nun bei 5,18 m und 1,48 m.
Die Mehrkampfgruppe hat sich eine Woche später zu den Nordbayerischen in
Oberasbach (11./12.06.2005) getroffen. Til hatte für den Anfang nur für den
5-Kampf im Blickpunkt. Nach sehr guten 10,12 m im Kugelstoßen lief er 12,17 s
über 100 m und lies die Latte erst bei 1,50 m liegen. Beim Weitsprung hatte er
Probleme mit dem genauen Treffen des Absprungbrettes, sodass er nur 4,77 m
erreichte. Der abschließende 400er war auch in 58,04 s sehr anstrengend.
Immerhin: Platz 8 mit 2.321 Punkten. Bei den Mädels (Annette, Nati, Kathi) lief
es nicht besonders gut an. Obwohl es im Training sehr gut mit den Kurzhürden
klappt, will es im Wettkampf nicht so recht. Die restlichen Disziplinen waren
nicht schlecht, teilweise mit Bestleistungen, da passt es doch auch. Deswegen
durften sie sich am Ende der zwei Tage mit dem Mannschaftstitel schmücken. In
den Einzelplatzierungen wurde Nati vierte, Kathi fünfte und Annette sechste.
Einen riesengroßen Wehrmutstropfen müssen wir aber verdauen. Kathi hat sich beim
Speerwurf das Kreuzband gerissen. Ohne Vorwarnung, ohne vorherige Probleme am
Knie. Angelaufen, gerissen, das wars. Jetzt müssen wir wohl mindestens 1 Jahr
auf sie bei Wettkämpfen verzichten. Ich hoffe, dass sie im Winter wieder mehr
als ein Zaungast bei uns im Training ist. Kathi, werd wieder fit!
Zurück zum sportlichen Alltag, auch wenn es natürlicher Weise schwer fiel. Die
Unterfränkischen Meisterschaften in Bad Kissingen standen vom 18.-19.06.2005 im
Terminplan. Verena ist, wie es sich schon in Münster andeutete, auf dem Weg zu
alter Stärke. 400 m in 67,22 s, 200 m in 28,47 s, 100 m in 13,76 s und 4,73 m im
Weitsprung. Bei allem was sie machte immer der 3. Platz. Hätte ich das vorher
gewusst, dann hätte ich sie noch für 3.000 m Hindernis, 5.000 m, Diskus,
Stabhoch, Tiefseeabtauchen und Hundekuchensuchen gemeldet. Aber so, lauter
vergebene Elfmeter, na ja. Eli hat derweil fleißig was für das Unterdistanztempo
gemacht. 100 m in 13,24 s, 200 in 26,39 s und als Meisterin über 400 m in 58,53
s. Helena Osthoff schwang sich mit dem Stab über 2,70 m direkt auf das oberste
Treppchen. Franzi kam mit 1,40 m im Hochsprung auf Platz 3 und mit 4,66 m auf
Platz 4 im Weitsprung. Bedingt durch größere Probleme mit dem Anlauf, hatte sie
bis zu 30 cm verschenkt. Schade, das hätte nämlich locker zum Titel und zur
Bayernquali gereicht. Bei den Jungs hat sich Fabian Jaschinsky wieder
wettkampftechnisch zurückgemeldet. Immer noch gehandicapt durch eine Zerrung hat
er es bei den Würfen belassen. Gut die 400 ist er auch gelaufen, aber lassen wir
das.
Die 7,25 kg Kugel ist bei 11,54 m gelandet. Der 2,5 kg schwere Diskus bei 34,35
m und der 800 g schwere Speer bei 43,94 m. Zehnkämpfer halt. David war von
seiner 4.000 km Mörderbierbusrumänientour zurück und hat sofort mitgemacht. 100
m in 11,43 s, 200 m in 23,35 s und 6,33 m im Weitsprung sind für ihn nichts
Besonderes, aber ich hätte mich gefreut. Den Unterfrankenrekord mit der 4 x 100
m Staffel (43,68 s) nahm er so am Rande mit. Til hatte in Hinblick auf die
Bayerischen Großes vor. 100 m nach einigen Hin und Her wohl in 12,31 s, 200 in
25,06 s, 400 in 58,38 s und im Weitsprung mit 5,21 m eine neue Bestleistung.
Unser Gaststarter Boris Mandryka war studiumsbedingt nur im Speerwurf angetreten
und hat das Teil auf 47,15 m geworfen.
Auf geht’s, glei weidda zum nächsten Event: Zweites Unisportfest auf dem Hubland
(23.06.2005). Und wieder durfte jeder nach Herzenslust Disziplinen belegen und
schon wieder nur nach Genehmigung bzw. eindringlichem Ab- und Anraten des
Coaches. Hierbei lies sich auch unser LK-Mädel Alexandra Lenzen zu zwei Starts
hinreißen. Ihren ersten offiziellen Wettkampf absolvierte sie recht
hoffnungsvoll. Der LA Schwerpunkt kann kommen. Verena hat einen satten 5 m
Sprung hingelegt, auch wenn man die lächerlichen 2 übertretenen cm abzieht.
In den anschließenden Wochen jagte ein Highlight das andere. Als Appetizer stand
die BLV Gala in Schweinfurt am 25.06.2005 an. Diesmal waren auf den Meldelisten
Teilnehmer aus Österreich, Schweiz und aus Katar zu finden. International,
Schweinfurt eben. Ach ja, von wegen SW: Die Sonne hat zwar geschienen, aber es
hat zwischen durch auch mal saftig geregnet. SW kann halt nicht anders.
Elisabeth auch nicht. Der zweite Einzelstart über die 800 stand an. Am Start war
fast die gesamte deutsche Mittelstreckencreme. Eli war fleißig am Kolleginnen
einseifen und belegte in einem famosen Rennen den 3. Platz in der Top 10 Zeit
von 2:12,62 min. Anna wagte sich nach ihrer auskurierten Hüftverletzung wieder
auf die Langhürdenstrecke. Fein im Rhythmus gelaufen und den 2. Platz belegt und
doch leicht unzufrieden. Die Zeit von 68,82 s hat sie dieses Jahr schon locker
unterboten, aber es galt erst mal wieder flüssig über die Hürde zu laufen. Und
das ist ihr bestens gelungen. Genau wie dem Tilman. Er ist mit 62,58 s seine
zweitbeste Zeit über die 400 m Hürden gelaufen und hat in dem hochkarätigen Feld
(Qualilauf für die U 18 WM in Marrakesch) den 11.Platz belegt. Wenn er nur ein
bisschen aktiver bis ins Ziel gelaufen wäre, tja dann wäre auch noch etwas mehr
drin gewesen. David trieb wieder auf den kurzen Sprintstrecken sein Unwesen, eh
kloa. Auf Grund der etwas verloren gegangenen Spritzigkeit war nicht mehr als
11,54 s und 23,00 s drin. Beides ist steigerungsfähig, hoffentlich.
Für Eli war nun endgültig Schluss mit lustig, da das nächste hohe Licht anstand:
Deutsche Staffelmeisterschaften in Wattenscheid vom 02.-03.07.2005. Dieses Jahr
sollte auf Grund der Vielzahl sehr guter Mittelstrecklerinnen bei der LAC Quelle
nicht die 4 x 400 sondern die 3 x 800 m gelaufen werden. Eli konnte es egal
sein, zählt sie doch in beiden Kategorien zu den Gesetzten. Über den Vorlauf
qualifizierte sie mit ihren 2 Fürther Mitläuferinnen fürs Finale. Dort ging es
hoch her und die drei wurden in der Topzeit von 6:42,47 min fünfte. Letztes Jahr
hätte diese Zeit noch für den Vizetitel gereicht, aber inzwischen ist das Niveau
ganz ordentlich gestiegen. OK, schnell weiter zum nächsten hohen Licht:
Bayerische Jugendmeisterschaften in München (09./10.07.2005). Anna hatte vor,
ihre letzte Chance zum Knacken der Quali für die Deutschen zu nutzen. Ihre
Endzeit von 67,90 s (5.Platz) ärgerte sie selbst am meisten. Beim Einsprinten
noch frisch und spritzig über die Hürden, nach dem Startschuss war davon nichts
mehr zu sehen. Die Zeit war dahin, die Quali leider auch. Unsere Langhürdler:
Der Til stand der Anna 10 Minuten später in nichts nach. Seinen Hürdenjogger
beendete er sogar noch in 63,54 s. Warum lauft ihr denn nicht, wenn ihr es doch
könnt?
Da bei Elisabeth die Ausdauerschnelligkeit passte, sollte sie nur noch etwas für
das Unterdistanztempo tun und ist über 400 m an den Start gegangen. Zwar nur
schweren Herzens, da auf der 800 m Strecke noch nie der Titel so zum Greifen
nahe war. Auf der halb so langen Strecke war dieses Unterfangen gegen die
Spezialistinnen ungleich schwerer. Aber es sollte keine unnötige Energie
verschwendet werden, schließlich war das Saisonziel eine gute Endlaufplatzierung
bei den Deutschen, und da war es noch ein bisschen hin. Die Uhren blieben für
Eli bei 57,55 s stehen. Zwar nur Platz 4, aber eine Superzeit! David hatte
Ähnliches vor. Auftakt für ihn war der 100er. Über Vor- und Zwischenlauf
qualifizierte er sich fürs Finale und holte sich hier, erst auf der Ziellinie
knapp geschlagen mit satten 11,13 s den Vizetitel. Subba! Am nächsten Tag gab es
Nebel, Wind, Regen und die lange Sprintstrecke. David blieb auch nach seinem 200
m Vorlauf noch voll konzentriert und holte sich in noch satteren 22,59 s seinen
ersten Landestitel in einem Einzelrennen. Noch subbarer! Aweng später gab es
noch den Titel mit der 4 x 100 m Staffel hintendrauf. Sowieso subba! Voller
Glückwunsch! Helena wollte zum Stabhoch antreten, durfte aber nicht. Die
teilweise recht ergiebigen Regenfälle veranlassten den Veranstalter, wegen der
Unfallgefahr diesen Wettkampf abzusagen und eine Woche später im Rahmen der
Bayerischen Aktiven Meisterschaften in Regensburg vom 23./24.07.2005
nachzuholen. Hier nutzte Helena ihre gute Form und das annehmbare Wetter zu
neuen Höhenflügen. Sie stand am Ende auf dem 4. Platz und ihre Bestleistung bei
2,80 m. An den 3 m scheiterte sie nur, weil der Coach keine ausreichend harten
Stäbe mit dabei hatte. An was man alles denken muss?! 400 m Hürden gab es auch
wieder und auch die Anna. Jetzt lief es (sie) wieder. 66,35 s und Platz 5 bei
den Großen. Sehr gut, nur der Qualitermin war vorbei. Natalie hatte als
Mehrkampftest für einige technische Disziplinen gemeldet. Etwas gezeichnet von
einer harten Münchner Trainingswoche ging es nicht so ganz locker wie geplant.
Den Hochsprung musste sie leider schon bei 1,46 m beenden und den Weitsprung bei
4,89 m (wieder beim Absprung bis zu 40 cm! verschenkt). Keine Ahnung, warum
dieses Jahr der Anlauf nicht klappen will. Beim Dreisprung lief es viel besser.
Hier kam sie auf 10,77 m und den 4.Platz. Für müde Beine ganz ordentlich.
Nebenbei: Die kleinen Augen des Co-Coaches David haben nicht viel dazu
beigetragen (wo der nur des Nachts war?). Fabian wollte eigentlich nur nach dem
Rechten sehen, aber wenn man schon mal da ist, da ist er 100 und 400 gelaufen.
Wegen seiner Oberschenkelzerrung konnte er die letzten Wochen null Sprint
trainieren, und folglich durfte er sich mit dem Ende des Feldes herum ärgern.
Diese Bewährungsprobe hat er eindrucksvoll bestanden.
Nix mit ausruhen, das Jahreshochlicht strahlte. Deutsche Jugendmeisterschaften
in Braunschweig vom 29.-31.07.2005. Untergebracht waren wir wieder einmal in
einem 4*Hotel. Nicht so ein schnieker Bunker wie im letzten Jahr in Jena, aber
immerhin. Dachten wir. Ich weiß nun, in welchem Hotel man NICHT zwingend in
Braunschweig absteigen muss. Das wir ab und zu Probleme hatten, unsere
Unterkunft wieder zu finden ist nur eine Parallele mit Jena. Nur so viel dazu.
Ok, sportliches: Tag –1: Wegen der frühen Startzeit am Freitag sind wir schon am
Donnerstag angereist und haben uns abends kurz im Stadion umgesehen. Einige sah
man bereits fleißig trainieren: Starleichtathletik! Für die Samstagsportschau
waren einige Stars (Paul Breitner, Kalle Pohl, Steffie Jones, etc.) extrem am
Üben. Keiner gab sich eine Blöse, oder doch?
Tag 1: David und die 4 x 100 m Staffel. Morgens im Vorlauf alle vier gut
gelaufen und mit der viertschnellsten Zeit im Finale. Gut, aber noch ist nichts
erreicht. Abends alle voll konzentriert und sich mit bayerischer Rekordzeit in
42,08 s den deutschen Vizemeistertitel gesichert. Mehr muss ich dazu nicht
sagen!
Tag 2: Elisabeth muss in der Mittagszeit auf den 800 m ran. Noch nie war sie so
nah an der Endlaufteilnahme dran, noch nie war es so schwer. Eli lieferte einen
spitzenmäßigen Vorlauf ab und kam mit der sechstschnellsten Zeit in den Endlauf.
4 x Deutsche Freiluftmeisterschaften, 4 x im Endlauf. Spitze! David hatte bei
seiner zweiten Teilnahme auch was bei den 100 m Sprintern vor. Er war im siebten
Vorlauf und nach dem zweiten Lauf hat ein Sturm die Zeitmessanlage weggeblasen.
Unterbrechung mit Regen und Sturmböen. Alle nachfolgenden Läufe hatten nun unter
den Wetterbedingungen zu leiden. Der heftige Gegenwind lies David voll
verkrampfen und er kam nach bisher selten gelaufenen 11,77 s ins Ziel. Voll
daneben, ausgeschieden, und die Stars sind am Laufen. Die können’s doch auch.
Tag 3: Eli und das 800 m Finale. Alles bekannte Größen, aber immer wieder neu.
Nationale Cracks mit internationaler Erfahrung im Feld. Da sollte Eli nun
wirklich kein Tempo machen. Die Favoriten taten es auch nicht und so ging es nur
mit ner 65er Runde los. Das Stehvermögen bei einem langen Endspurt bringt dann
logischerweise die Entscheidung. Eli hielt sehr gut mit und erreichte mit
2:12,34 min und dem 5. Platz ihre beste Platzierung bei einer Deutschen! David
wollte sich anschließend für seinen 100er sportlich auf der 200 m Strecke
entschuldigen. Mit 23,00 s wurde er am Ende gestoppt. Der etwas zu zaghafte
Mittelabschnitt (50-80m) – ja ich weiß, wir sind manchmal etwas kleinlich - war
schuld. Resümee: Dave hat 2 von 3 Rennen in den Sand gesetzt und ne
Silbermedaille in der Tasche. Eli hat 2 von 2 Rennen sehr gut gemacht und hat
nicht mal Blech gewonnen. Was für eine Welt. Glüwu trotzdem an beide!!
Langweile und Urlaub ziehen langsam ins Land. Es sind noch ein paar lowlights im
Topf, aber natürlich nur für Freiwillige. Einen sehr netten Eintopf gab es
wieder beim Läufermeeting in Neustadt/Waldnaab am 05.+07.08.2005 zu kosten.
Siegprämie: 5 kg Nudel! Eine weitere Besonderheit: Hier werden Meldezeiten
angegeben, die man/frau gerne laufen möchte. Diese Angabe muss sich nicht
unbedingt mit ‚können’ decken, führt aber dazu, dass gleichwertige schnelle
Läufe zusammengestellt werden können. Und zwar querdurch – Männlein, Weiblein,
alt, jung, ganz egal, nur die Zeit ist wichtig. Eli flitzte wieder sehr über 800
m ab und belegte in sehr zügigen 2:12,37 min den 2.Platz. Anna kam auf Platz 4
mit 2:26,12 min. Lasch sollte die Saison doch nicht abgeschlossen werden und so
liefen die zwei noch einmal: Eli gab sich die Dosis über 1.500 (Platz 2 in
4:42,03 min!!) und Anna über 400 m (60,63 s). Für unsinniges Zeug ist auch David
jederzeit zu haben. So hat er sich zum zweiten Mal auf der 400 m Strecke
umgesehen. Vorsichtshalber ist er dem Deutschen 800 m Vizemeister hintennach
gerannt. Er, als Kurzsprinter! Es spinnen halt nicht nur die Briten. Von wegen
Wunschzeit: Er wollte eine 51,00 laufen und ist eine völlig abgehobenen 51,09 s
gelaufen! Ich sag nichts mehr.
Kommen wir lieber zu Sachen, wo ich mitreden kann – Mehrkampf. Die Bayerischen
Mehrkampfmeisterschaften in Wunsiedel am 06.+07.08.2005 waren für Natalie genau
das, was sie brauchte. Mit dem Trainingsmix aus München/Vaterstetten/Taufkirchen
(incl. Wettkampfintermezzos in Germering und bei den Oberbayerischen
Kreismeisterschaften – in landesüblicher Tracht) fuhr sie gut vorbereitet ins
Fichtelgebirge. Viel gibt es über die zwei Tage nicht zu berichten, nur soviel:
Ich war nicht dabei und das Mädel stellt eine neue Bestleistung auf und belegte
mit 3.818 Punkten einen respektablen 8. Platz. A bisserl sauer bin i scho. Abba
nur a bisserl, denn nun darf sie bei den Deutschen an den Start gehen. Und das
freut mich doch sehr. Noch kurz zu ihren Einzelleistungen: 100 Hürden 16,28 s,
Hoch 1,54 m, Kugel 8,10 m, 200 27,94 s, Weit 4,71 m, Speer 24,55 m, 800 2:39,89
min.
Beim vorerst letzten Akt bevor die Zuckerli kommen, ging für David noch mal der
Vorhang bei den Süddeutschen Meisterschaften in Wetzlar (14.-15.08.2005) auf. Er
wollte nicht mit den Braunschweigerzeiten in die Sommerpause und schnürte noch
mal seine schnellen Spikes. Nobel! Über 100 m auf Platz 5 in 11,25 s, über 200 m
ebenfalls auf Platz 5 in 23,00 s (VL 22,66 s) und mit der 4 x 100 m Staffel auf
Platz 1 gelaufen. Ich glaube das geht, ab in die Pause! OK, ein Nachschlag geht
immer. Irgend so ein 10-Kampfaltstar hatte die Idee, nach ca. 9 Jahren wieder so
eine 2-Tagestotur auf sich zu nehmen. Inzwischen hat von unserer Trainingsgruppe
alles zugesagt, was 2 halbwegs intakte Beine hat. Mittlerweile haben wir schon
sechs Stabhochtrainingseinheiten hinter uns gebracht und niemand hat sich
verletzt! Übrigens: Es sieht auch nach Stabhoch aus!!! Zum Diskus kommen wir
demnächst noch. Oh weia. Natalie, Eli und Anna haben wegen ihren guten
Leistungen beim Bundessportfest als Saisonabschlussappetithäppchen eine
Einladung für den DJK Vergleichskampf in der Schweiz erhalten sowie eine
Nominierung für die DJK Europameisterschaften 2006 in Essen! Wenn das mal nicht
toll ist! Das wird wohl wieder einen heißen Winter geben. Bergauf, bergab! Was
solls.
War ein heißer Sommer, trotz Regen.
Schönen Herbst noch
HG

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