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Hallo!
Endlich ist es wieder so weit. Drei Monate freudiges Warten
und nun neue Berichte von unseren Lieblingen. Wo war ich noch stehen geblieben?
Ach ja – Regen, Wind, Kälte. Cross. Erinnern Sie sich noch? Es war jene Zeit, wo
noch Schnee gefallen ist, nein nicht im Frühjahr, es war noch Winter. Also da, wo
es noch richtig echt kalt war, nicht nur gefühlte Kälte! Also da war Elisabeth Riepel
crossmäßig unterwegs. Los ging es mit den Kreiscrossmeisterschaften in Karlstadt.
Rund 3.000 m ging es rauf und runter und die Eli staubte kurzerhand nach 12:06 min
den Titel ab. Keine Zeit verlieren, weiter nach Schweinfurt zu den Unterfränkischen
Crossmeisterschaften. Hier war es wieder sehr kalt, dafür ging es nun 3.600 m rauf
und runter, auf Schnee, versteht sich. Eli hat das Ganze mit Platz 2 in 16:14 min
abgehakt. Die Vorübungen zu den Bayerischen Crossmeisterschaften hatte sie also
glänzend absolviert. Nun ging es in Passau um die Landestitel. Eli sollte mit 2
weiteren Quelleläuferinnen den Mannschaftstitel auf der Mittelstrecke sichern. So
die Planung. Real war dann, dass eine Kollegin die anspruchsvollen, verschneiten
3.000 m rauf und runter nicht heil überstand und damit die Mannschaft geplatzt war.
Schade, vor allem, weil Eli hervorragend unterwegs war. In 12:02 min holte sie sich
mit Platz 8 eine Urkunde ab. Und dies ist unter all den Langstrecklerinnen aller
Ehren wert. Das winterliche Gerenne in der Preseason zahlt sich nun aus. Gott sei
dank.
Nun war auch wettkampftechnisch für Elisabeth die Saison gelaufen. Aber, da sie
so hübsch beim Rennen war, haben wir uns sogleich zu ihr gesellt. Die folgenden
Wochen sind wir alle gemeinsam die Berge rauf und runter gerannt. Von Seiten der
Technikgruppe kamen keinerlei Einwände. Keine Ahnung warum die sich nicht beschwerten,
anscheinend haben die das gerne gemacht. Hätten sie nur ein Wort angedeutet, sicher
hätte der Coach ein Einsehen gehabt und Milde walten lassen. Aber so? Nun ja, es
kommt ja wieder ein Winter.
Da wir gerade bei ‚schwer’ sind: Sonne, Strand, Eis, Tiramisu stand an. Sie ahnen
schon, wo es lang geht: Trainingslager in Italien. Es war eigentlich als Ausgleich
für all diejenigen gedacht, die noch nach dem harten Wintertraining alleine aufrecht
stehen können, aber gutmütig wie ich nun mal bin, wollte ich nicht alleine fahren
und habe mich breitschlagen lassen und noch 9 weitere Athleten(?) mitgenommen. Zu
dieser Episode später mehr. Ich krieg lieber die Kurve zu den ersten Freiluftwettkämpfen.
Inzwischen ist es Frühling geworden (wo nur?), aber wettertechnisch war es fast
nur Schrott. Kälte, fast immer Regen, böiger Wind sowieso, und wir mitten auf dem
Weg nach Schweinfurt zur Bahneröffnung. Die gesamte Hinfahrt mit Sonnenschein, im
Stadion auch noch Sonne, während den Wettkämpfen auch noch Sonne. Hey, was geht?
Sonne und SW, das hatten wir doch noch nie. Aber SW wäre nicht SW wenn diesmal alles
geklappt hätte. Schon sehr kurz nach dem ersten Startschuss hatten sie sich schon
ne knappe Stunde Zeitverzug gegönnt! Auch die ständigen Beteuerungen, die verlorene
Zeit wieder hereinzuholen halfen nichts. Es wurde langsam aber sicher über eine
Stunde. Und niemand sah sich in der Lage zu sagen, wann denn genau die jeweilige
Startzeit sei. Nur gut, dass die Sonne so schön schien. Da konnte man bestens entspannen.
Dumm nur, dass manchmal aus heiterem Himmel der Startaufruf erfolgte. Irgendwie
ging der Tag auch herum, nicht ohne das entsprechende Abschlussfoto auf der Autobahn.
Ach, Sport haben wir ja auch gemacht. Verena Seubert vertrieb sich die Zeit mit
100 und 200 m Laufen. 13,95 s und 29,04 s sind zwar besser als 2004, aber a bisserl
mehr hätts scho sein können. 8,94 m mit dem Kügelchen sind ganz anständig. Annette
Hufnagl fing mit ihren Würfen da an, wo sie im Vorjahr aufgehört hat: Speer mit
33,00 m und Kugel mit 9,28 m. Bestens also. Die 100 m und den Hochsprung erwähne
ich mal unter Punkt Teilnahme. Hier erging es ihr genau wie Katharina Franz. Kathi
ist mit einer Sprunggelenksverletzung aus dem Trainingslager nach hause gekommen
und hat daher noch Trainingsrückstand bei dem Sprintzeugs. Die Würfe klappten ganz
gut: 8,89 m mit der Kugel und 25,34 m mit dem Speer. Judith Tatschner belies es
bei den kurzen Sprints. Die 100 m spulte sie in 13,46 s und die 200 m in 28,07 s
herunter. Elisabeth erreichte die Ziellinie bei den ungewohnt kurzen 100 m nach
13,58 s und bei den 200 m nach 27,07 s. Anna Riepel benötigte 13,81 s bzw. 27,67
s. Für alle drei sind das gute Auftaktergebnisse.
Unser Sprintspezi im Team war logischer weise auch mit dabei. David Löhner tat sich
die 100 und 200 m an, und hat beim Weitsprung nach dem Rechten gesehen. 11,63 s
und 23,40 s sind ganz annehmbar. Im Weitsprung glänzte er mit 6,23 m. Bei seinen
Untaten bekommt er seit kurzem tatkräftige Unterstützung von Tilman Göbel. Er hat
nach 5 Jahren LA-Pause die letzten 4 Wochen mit unglaublich harten Training gefüllt
und ist gleich freiwillig mit an den Start gegangen. Die 100 m erledigte er in 12,50
s und die 200 m in 25,24 s. Beides ist auf Anhieb die Teilnahmeberechtigung für
das Bundessportfest. Gut gemacht. Und wenn er jetzt noch die Füße beim Weitsprung
schön brav in der Luft lässt, ja dann, dann kommen auch mehr als die 4,71 m heraus.
Aber hier teilt er sich das Schicksal mit Franziska Hohm. Anscheinend haben die
den selben Trainer. Nachdem sie zumindest zeitweilig den Bodenkontakt liebt, lässt
sie ihre Füßchen auch schön nach unten baumeln. So kommt sie nach überschaubaren
4,54 m wieder im Sand an. Im Hochsprung ist sie anders gepolt. Da hebt sie gerne
ab, je höher, je lieber. Locker floppt sie über 1,45 m. Die 1,50 m sind nur eine
kurze Frage der Zeit.
Zeit – gutes Stichwort! Bayerische Langstaffelmeisterschaften in Ingolstadt. Elisabeth
wurde hier als Startläuferin für die 3 x 800 m Staffel gebraucht. Der erste Freilufttitel
2005 war in 6:41,42 min unter Dach und Fach. Dass dies die Quali für die Deutschen
Aktivenmeisterschaften war, war zu erwarten. Aber dass es gleich die Deutsche Jahresbestzeit
werden würde? Ok, es ist noch früh in der Saison, aber nichts desto trotz! Wann
war das letzte Mal jemand von der DJK Würzburg ganz oben? Großen Glückwunsch!
Krummer ging es in Regensburg beim Förderwettkampf zu. Ungewohnte Strecken (80/150/300/300H)
standen im Terminplan. Kurz genug um nicht zu viele Körner zu verbraten, lang genug
um eine Tendenz der Leistungsfähigkeit zu erhalten. Wettermäßig war es nix, wenn
man mal von den 10 Minuten Sonnenschein absieht. Regen, Wind, strömender Regen,
Wind, Regen... den ganzen Tag lang. Testen war also nur bedingt möglich, Hauptsache
nicht verletzen. Wegen den fetten Regenwolken musste sogar das Flutlicht angeschaltet
werden. Tags. Verena kam noch ohne Zusatzerleuchtung über die doofen Hürden, sogar
300 m lang. Die 53,2 s waren besser als im letzten Jahr und reichten für den Sieg
bei den Frauen. So räumt frau eine Kiste köstliche Domspitz H-Milch ab. Die Zeit
hat sie behalten aber die gesunde Milli uneigennützig weiterverschenkt. Ähm, danke.
Die anschließenden 150 m spulte sie in 21,23 s hinunter. Dafür gab es dann keine
Milch mehr (wenn Milch zu lange steht, wird sie sauer!). Anna lies sich derweil
für die 300 m Hürden nur 48,6 s (=erstklassig) und für die 150 m auch nur 20,62
s Zeit. Das lässt sehr hoffen. Der Rest war kurz und schnell unterwegs. Judith rauschte
in 11,07 s die 80 m und in 20,45 s die 150 m hinunter. Natalie Häusler hatte ihren
Saisonauftakt auch hoffnungsvoll begonnen (80 m in 11,26 s). Die 100 m Hürden waren
leider nicht das Gelbe vom Ei. 18,09 s ist nicht gerade eine Traumzeit, aber wenn
frau zu schnell an der ersten Hürde ist und sich dann selbst aushebelt, dann ist
es vorbei mit dem Tempo und am Ende kommt eben auch nichts Besseres mehr heraus.
Ein satter Rückenwind hilft beim Hürdenlauf nicht immer. Das war ein Merksatz, frage
ich später noch mal ab, wenn ich es nicht vergesse. Beim Zielsprung, so was Ähnliches
wie Weitsprung, hatte sie dann wieder die Nase vorne. Bei 6 Versuchen gab es lediglich
nur 2 verschiedene Weiten für sie zu messen. Eine davon, die bessere, hörte auf
4,65 m. Nicht der Kracher, aber wenn frau mit dem Anlauf nicht zurecht kommt und
immer zu früh abspringt, dann geht es eben nicht weiter. Tröstlich: Die Sprünge
sind alle für fette 5 m zu gebrauchen. Beim späteren flutlichtunterstützen (Flut?
Regen?!) Dreisprung kam sie auf erleuchtete 10,39 m. Geht auch besser, aber schwimmend?
Ähnlich erging es Helena Osthoff beim Stabhochsprung. Laufen sie mal bei diesen
Bedingungen mit einem ca. 2,50 m langen Stab in den Händen an, springen über ihre
Zimmerdecke und lassen sich rücklings in einen am Boden liegenden wassergetränkten
Wattebausch plumpsen. Dass sie knapp an ihre Hallenbestleistung kam ist sehr anständig
von ihr. Kathi lief derweil 80 m. Mit der Zeit war sie gar nicht zufrieden und so
cancelte sie die anschließenden 100 Hürden. War richtig. Beim Weitsprung gewann
sie das vereinsinterne Zielspringen mit 4 cm Vorsprung. Bei ihr war es nicht der
Anlauf sondern die vermurkste Landung. Kleine Fehler – große Auswirkung. Biegen
wir noch hin.
Elisabeth hatte den ganzen Tag Zeit sich auszuruhen. Das war auch nötig, durfte
sie doch die für sie sehr langen 1.500 m angehen. Der erste ernsthafte Start über
diese Distanz und auf anhieb die Quali für die Deutschen. Platz 2 mit 4:48,36 min.
Sehenswert! Taktisch hervorragend gelaufen, immer in der Spitzengruppe und in der
letzten Runde die Führung übernommen. Sich trauen - manchmal ist es so einfach,
und doch wieder so schwer. Da sich Annette leicht verletzt hat, belies sie es bei
den Würfen. Die 9,33 m im Kugelstoßen zeigten Aufwärtstrend. Die 29,97 m beim Speerwurf
waren wie bei allen Athletinnen vom Winde und Regen verweht. Kommen wir mal langsam
zu den Jungs. Fabian Jaschinsky feierte Saisoneinstand. Für seinen ersten 150er
lies er sich 17,40 s lang Zeit. Gut. Beim Regen-300er feierte er 38,02 s lang. Die
Party hätte etwas kürzer sein können, aber wenn er mal feiert, nun, da wollte ich
ihn auch nicht unterbrechen. Von wegen Party: Der Til war auch mit dabei: 80 in
9,89s, 150 in 18,29 s und 300 in 40,83 s. Sehr ordentlich! Nur, wenn ihm nicht mal
die Beine weh getan haben, dann geht da mehr! Der David hat alles richtig gemacht.
Mieses Wetter, also schnell laufen, damit man schneller unter das Tribünendach kommt
(hält wohl kein Wasser aus – Aufweichei). Weil die 80 m in 9,30 s (1. Platz – lieber
ein T-Shirt, keine Milch) und die 150 m in 17,24 s (2. Platz) so schnell waren,
durfte er die 300 streichen. Bin verständnisvoll, gell? So, Schluss mit Regen, nix
wie heim, neue Aufgaben warten.
In Stockstadt wurden die unterfränkischen 400 m Hürden Meisterschaften ausgetragen.
Vier Wagemutige aus der Therapiegruppe ‚Untergehen als Chance’ waren von uns gemeldet.
Was soll ich sagen: Die Sonne hat gelacht. 4 am Start, 4 Sieger. Jeder holte sich
in seiner Altersklasse den Titel. Voller Sweep! Super gemacht! Anna gewann in 66,74
s, Verena in 74,86 s (wird schon noch), Til in 65,54 s und Fabian in 63,53 s. Dass
die beiden Jungs im Ziel noch etwas frisch wirkten, kann man nur darauf zurückführen,
dass es ihr erster 400 m Hürdenlauf war und sie mit dem Krafteinteilen noch nicht
so fit sind. Das wird in Zukunft geändert! Wir sind schließlich auf einem Sportplatz.
Auf der Suche nach einem schnellen Unterdistanzlauf kamen für unsere Studentin Elisabeth
die Deutschen Hochschulmeisterschaften in Egelsbach gerade recht. Die 400 m waren
ok, aber eine schnelle Zeit? Wie dieses Jahr bis jetzt üblich, blies auf der Zielgeraden
ein satter Wind mit Regen vermischt jedem direkt ins Gesicht. Eine Topzeit sind
zwar 59,88 s nicht, aber für die Umstände akzeptabel. Neues Spiel, neues Glück.
Das Wetter meine ich. Topmeeting in Schwandorf und gutes Wetter gemeldet. War dann
auch so. Die DLV Kader waren angesagt, und somit dürfte der Tag schnell herum gehen.
Nati fing mit 100 m in 13,53 s an. Guter Start, nur bei den letzten 20 m etwas geschwächelt
aber hart an die Bestleistung ran. Passt. Leider nicht so ganz im Weitsprung. Der
Anlauf passt hier nicht. Jeder Sprung über die 5 m Marke, aber zwischen 30 und 40
cm beim Absprung verschenkt. Deswegen nur die gemessene Weite von 4,82 m. Danach
Hochsprung: Blitzsaubere Technik bis 1,45 m, dann ging plötzlich nichts mehr. Schade.
Die Kathi war etwas kränklich angereist und beließ es daher bei den Sprüngen. In
ihrem einzigen gültigen Sprung kam sie auf 4,71 m. Wie Nati auch Anlaufprobleme,
aber nur übertrat sie hin und wieder. Knapp gerissen hat sie später 1,50 m. Hier
geht es auch langsam wieder in die vierte Dimension.
Elisabeth war das erste Mal in der Freiluftsaison auf ihrer Paradestrecke den 800
m unterwegs. Nicht so ganz wie üblich motiviert ist sie vor dem Start gewesen, hatte
sie doch schon 2 umfangreiche Wettkampfwochen hinter sich. Das Rennen verlief dann
so, wie sie sich gefühlt hat (gefühlte 800 sind nicht zu empfehlen). Platz 2 war
noch das Tröstlichste, aber die Zeit, irgendwas knapp unter 2:20 min war nix besonderes
für sie. Anna hatte sich an ihrem Doppelstartwochenende nun die 400 m vorgenommen.
Fürs Training war es ausgezeichnet, für die Endzeit nicht so. Frau läuft zu Beginn
des Rennens eine 200 m Bestzeit und hat dann dummerweise noch mal 200 m vor sich.
61,21 s und Platz 1 waren’s trotzdem. Männer können es aber auch nicht besser. Dave
und Til feierten Premiere auf der 400 m Strecke: Die Trainingsgemeinschaft ‚Sterben
wie die Anfänger’ zahlt sich aus: Genau wie Anna sind die Zwei wie nix abgebrettert.
Bis sie merkten, dass 400 m fast nicht zu Ende gehen können, waren sie schon an
der dunklen Seite angekommen. Mit den sehr guten 52,19 s sicherte sich David trotzdem
den Platz ganz oben auf dem Siegertreppchen. Für Til war der Anfang doch etwas zu
schnell, sodass das Ende sehr anstrengend wurde. 57,84 s sind aber für mittlerweile
immerhin schon 6 Wochen Training auch nicht zu verachten. Die 52,91 s von Fabians
400er sind auch nicht ohne. Mit der Basis kann man getrost 400 m mit den Hürden
laufen!
Bundessportfest 2005 in Münster
Die großen Teilnahmefelder beim Bundessportfest gehören wohl der Vergangenheit an,
aber leistungstechnisch bekam kaum einer etwas geschenkt. Alle mussten ganz schön
ran. Nachfolgend nur die nackten Zahlen. In der nächsten Brücke kann ich ja noch
was dazu sagen.
Frauen
Natalie Häusler: 1.Platz Hochsprung
1.Platz 4 x 100 m Staffel
2.Platz Dreisprung
4.Platz 100 m
4.Platz 100 m Hürden
4.Platz Weitsprung
Annette Hufnagl: 1.Platz 4 x 100 m Staffel
3.Platz Speerwurf
5.Platz Weitsprung
8.Platz Kugelstoßen
Verena Seubert: 1.Platz 4 x 100 m Staffel
2.Platz 400 m Hürden
3.Platz 400 m
4.Platz 200 m
Cordula Hofmann: 3.Platz 400 m Hürden
5.Platz 100 m Hürden
weibl. Jugend A
Katharina Franz: 1.Platz 4 x 100 m Staffel
2.Platz Dreisprung
2.Platz Hochsprung
2.Platz 100 m Hürden
3.Platz Weitsprung
Anna Riepel: 1.Platz 400 m Hürden
3.Platz 800 m
4.Platz 400 m
Elisabeth Riepel: 1.Platz 400 m
1.Platz 800 m
männl. Jugend B
David Löhner: 2.Platz 200 m
Vorlauf 100 m (Dt. Quali, aber leider verletzt)
Tilman Göbel: 4.Platz 400 m Hürden
8.Platz 100 m
8.Platz 200 m
Diözesanstaffel 10 x 200 m fulminanter 2. Platz für Elisabeth, Anna, Kathi, Natalie,
Verena, David, Tilman (+3 x DJK Rimpar)
Glückwunsch an alle, war ein tolles Wochenende!
Abschied
Mit ein bisschen viel Wehmut muss ich schweren Herzens Natalie verabschieden. Sie
ist zwar nicht aus der Welt, aber nachdem sie langsam etwas sesshafter wird, hat
sie es beruflich nach München verschlagen. Wettkampftechnisch werden wir sie noch
weiterhin sehen (ein Vorteil der bayernweiten Quellemannschaft), aber trainingstechnisch
ist ihre Würzburgzeit wohl endgültig vorbei. Schade! Machs gut.
So, nun reicht es auch wieder. Genug gequatscht. Muss an die Arbeit, hab noch was
zu tun.
Bis demnäx
HG
Viareggio Ostern 25.03. - 02.04.2005
Trainingslager 2005 in Viareggio, oder doch nicht? Sowohl Lager, als auch Training
(jedenfalls wenn man zu viel davon macht), können zeitweise eine negative Bedeutung
haben. Und da es doch meistens erfreulicher ist über etwas Positives zu berichten,
nennen wir es also lieber Sportfreizeit 2005. Sport haben wir ja eine ganze Menge
gemacht und Freizeit hatten wir ja auch ab und zu mal, meistens immer wieder kurz
zwischen den Trainingseinheiten... Und da die Saisonhöhepunkte, also bayrische und
deutsche Meisterschaften, dieses Jahr erst relativ spät stattfinden, gleichzeitig
aber die Osterferien ziemlich früh waren, bestand unsere sogenannte Sportfreizeit
größtenteils aus längeren Läufen. Sehr zur Freude einiger teilnehmender Athleten...
Zu unserer kleinen aber feinen Gruppe gehörten Matze (der ex-, oder nun doch wieder
Zehnkämpfer), Naty (die Technikergruppe), Harry (Harry Hirsch, der ras(t)ende Trainer),
Til (der einfach mal so mitgefahren ist), Anna und Verena (unser 400mH-Traumpärchen),
Kaddy (zu Einbeinsprüngen verurteilt), Annette (die slowenische Skifahrerin), Dave
(der nimmersatte Sprinter) e io. Ein anderer kleiner Teil, wie Elli, fuhr mit dem
Kader nach Malente, wieder andere zogen weiter einsam ihre Kreise um den Sanderrasen.
Die nächtliche Anreise von Freitag auf Samstag über die Schweiz und Österreich gestaltete
sich dank der guten Strecken- und Ortskenntnisse von Harry und unserer Busfahrerin
aus Alzenau ohne Probleme. Alleine die Tatsache, dass der Osterhase fast - oder
doch nicht? - überfahren wurde, war neben den schweizer Grenzposten der einzige
größere Aufreger. Die große Ernüchterung und das einzige kleine Stimmungstief folgte
dann beim ersten Training, als sich Kaddy gleich den Fuß umtrat und anschließend
zum Ausschluss einer Fraktur mit einem italienischen Krankenwagen (oder doch Rettungswagen?)
in ein Krankenhaus gebracht wurde, während wir anderen nur das Beste für sie hofften.
Glück im Unglück, es war kein Bruch. Jedoch konnte sie im Verlauf der Woche nur
sehr eingeschränkt trainieren, was sich aber vielleicht positiv auf ihre Kraftwerte
ausgewirkt hat... Der Rest der Gruppe gab sich dann den ausgiebigen Läufen hin,
eh klar. Zwischen 50 und 600 Metern, neu definierte In- and Outs, mit oder ohne
Hürden, NI´s (sprich: Niiiies), Steigerungsläufe, vorwärts, rückwärts, manchmal
durch Pfützen, mit und ohne Muskelkater, es war von allem was dabei. Anfangs spulten
wir unser Laufprogramm noch gemeinsam im Park, vorbei am Hundezwinger, runter. Zeitweise
stellte sich dies als etwas diffizil heraus, da man mit Augenmaß wohl doch nicht
so einfach die Strecken ausmessen kann; so wurden aus 150 dann mal schnell mehr
200 Meter, was auch die Laufzeiten deutlich ansteigen ließ... Harry nutzte dabei
seine ausgezeichneten Qualitäten als „Frühstarter“ aus, um im Ziel dann ganz vorne
zu sein: „Auf, ab...“ Aber beim Zehnkampf kann man sich ja einen Fehlstart erlauben.
Das Strandtraining, hatte durch das Kreieren einiger neuer Übungen einen sehr hohen
Spaßfaktor. Eine solche Übung war z.B. das Vorwärtsbewegen nur mit den Zehen bei
dem man sich allerdings fast selbst eingräbt. Es stellte sozusagen das letzte Training
dar, bevor wir endlich den von (fast) allen ersehnten Weg ins Stadion antreten konnten
und brachte schon die ersten Anzeichen von Muskelkater mit sich. Im Stadion selber
teilten sich dann, nach dem obligatorischen Joggen zum Stadion hin, die verschiedenen
Gruppen untereinander auf. Die Techniker widmeten sich ihren verschiedenen Wurf-,
Lauf- und Sprungdisziplinen. Manchmal war dies etwas eingeschränkt möglich, da der
Rasen im Stadion nicht betreten werden darf. Aber dafür wird er jeden Tag mindestens
einmal gemäht. So mussten die Speere am Ende wieder unbenutzt mit nach Hause genommen
werden. Die Techniker waren aber nicht nur beim Trainieren, sondern auch beim Sprücheklopfen
„weltklasse“, was aber immer wieder zur Aufheiterung der Gruppe beitrug. Jedoch
konnte man die Technikergruppe nach einiger Zeit nicht mehr so genau definieren.
Zeitweise hatte sich eine kleine Werfergruppe abgespalten. Kaddy, ein Teil dieser
Gruppe, widmete sich vordergründig ihren Einbeinsprüngen und dem Krafttraining.
Sie war es auch, die uns bei den Läufen immer wieder anfeuerte, auch wenn wir manchmal
schon auf dem Zahnfleisch daher gekrochen kamen. Till wechselte immer mal wieder
zwischen den verschiedenen Gruppen hin und her, so dass er von allem was mitbekam.
Trotz seines zuvor spärlichen Leichtathletiktrainings konnte er erstaunlicherweise
locker bei allen Übungen mithalten. Annette, Naty und Matze frönten vor allem den
Wurf- und Sprungdisziplinen. Die beiden Letztgenannten verabschiedeten sich dann
am Ende der Woche krankheitsbedingt (oder etwa doch simulierend, um dem Training
zu entgehen?). Na ja, bis zum 20. September ist ja noch ein bisschen Zeit zum Trainieren...
Der andere Teil, also die Sprinter und Langhürdenläufer, waren von nun an nicht
mehr von der Bahn wegzudenken. Sie kannten am Ende der Woche jeden Zentimeter der
Rundbahn. Vor allem Anna und Verena rutschte ein ums andere Mal das Herz ein wenig
in die Hose, nachdem Harry wieder seinen gefürchteten Trainingslagertrainingsplan
ausgepackt hatte. Sie hatten von allen das Trainingsprogramm mit den meisten langen
Einheiten. Auch hatten sie immer wieder damit zu kämpfen, dass andere Trainingsgruppen
ihre Bahnen kreuzten oder die Hürden umstellten. Das größte Hindernis bedeuteten
allerdings nicht die Hürden, sondern die vielen Treppen, die sie im Hotel mit schweren
Beinen zu bewältigen hatten und manchmal nur noch rückwärts runter laufen konnten...
Dave, der Sprinter, war zuständig für die Kurzstrecken. Es kam häufiger dazu, dass
er immer wieder um mehr Training bettelte, da er nicht richtig ausgelastet schien.
Zeitweise gelang es dem Cheffe Harry ihn mit vermehrten Läufen dann auch ruhig zu
stellen, was meistens nicht lange anhielt, aber sehr zur Aufheiterung der restlichen
Gruppe beitrug... Nicht genug bekommen konnte Dave auch an anderer Stelle, aber
dazu später. Harry lief auch ab und zu mal die längeren Hürden mit, wenn er nicht
gerade damit beschäftigt war das Trainingsgeschehen auf seiner Kamera festzuhalten,
lustige Kommentare von sich zu geben oder seine Athleten wieder aufzumuntern. Beim
Fotografieren wurde er teilweise tatkräftig von Kaddy unterstützt. Jedoch gelang
es uns auch, einige Schnappschüsse von ihm zu machen. Manchmal kam es dann noch
vor, dass der ortsansässige Schiri Collina einen kurzen Abstecher ins Stadion machte,
um auf dem heiligen Rasen des Viareggioer Stadions seine Runden zu drehen.
Nach einigen anstrengenden Tagen stand für uns am Freitag Vormittag das Abschlusstraining
an. Uns kam dabei viel Aufmerksamkeit zuteil, als unsere Gruppe schließlich damit
anfing, wie üblich beim letzen Training, in den Quelle-Trikots zu trainieren. Nur
sollte man sich nicht in Tgw-Klamotten dort sehen lassen... Das Abschlusstraining
zogen wir dann mehr oder weniger gemeinsam durch, tatkräftig unterstützt durch die
Laola-Welle. Auch wenn es noch mal ein sehr anstrengende Einheit war, motivieren
wir uns doch immer wieder gegenseitig und forderten uns zum Weitermachen auf. Mit
etwas schweren Beinen und vom Training „gezeichnet“ konnten wir uns nach dem letzten
Training doch noch dem „dolce vita“ in Italien etwas hingeben.
Die Lieblingsbeschäftigung der Jungs, so schien es, bestand dabei vor allem aus
essen. No matter what, es wurde einfach alles gegessen. So steht der Rekord in diesem
Jahr, soweit ich mich recht entsinne, bei fünf Tellern Pasta mit anschließendem
Hauptgang, aufgestellt von Dave, dem nimmersatten Sprinter... Jedoch das gesamte
Triumvirat am oberen Ende des Tisches, bestehend aus Matze, Till und Dave, gab sich
keiner Blöße und aß mindestens für fünf bis sechs Personen. Den Ausgleich dafür
stellten die Mädels dar, die sich öfters vornehm zurückhielten. Harry musste meistens
die Reste verputzen, sofern es denn welche gab. Leider hatten wir dann an zwei Tagen
Regen, da er seinen Teller nicht leergegessen hatte... Dave war es dann auch, der
das Tiramisu bis auf den letzten Krümel aus der Schüssel kratze. Aber nicht, dass
das falsch rüberkommt; neben dem Essen trainierte er auch ab und zu mal.
Die Abende verbrachten wir zumeist an der Strandpromenade, natürlich mit Eis- oder
Tiramisuessen. Außerdem begutachteten wir die Fotos und Filme, die über den Tag
verstreut gemacht wurden. Der Headcoach zeigte uns dabei nicht nur die Fehler, es
war auch war immer ein großer Spaß uns selbst bei den Übungen zu sehen.
Außer dem Strandtraining konnten wir den Strand auch mal so nutzen. Auch wenn Ostern
dieses Jahr ziemlich früh war, konnte man sich schon ins Meer wagen. Und wenn man
schon nicht im Stadion die Speere benutzen kann, so hatten wir ja unsere Wurfpfeile
für den Strand dabei. Man kann sie auch wunderbar hernehmen, um sich gegenseitig
abzuwerfen...
Vor der Abfahrt standen natürlich auch ein, bzw. zwei Großeinkäufe an. Beim Ersten
beschränkten wir uns vor allem auf italienische Spezialitäten, wie Parmesan, Pasta,
Pesto und Olivenöl. Besonders für Anna schien der Einkauf kein Ende mehr zu nehmen,
da sie den Auftrag hatte, für Cordl einen Großeinkauf zu tätigen.
Den zweiten längeren Zwischenstopp hielten wir noch im Outlet-Centre von Serravalle,
wo man sich besonders mit günstigen Sportklamotten eindecken kann. Einen zusätzlichen,
allerdings unfreiwilligen Stopp mussten wir noch in Bregenz einlegen, wo wir für
ca. 10km um die zwei Stunden brauchten. Zusätzlich verloren wir noch die Rallye
gegen das Racing-Team der Technikergruppe, die sich durch geschickte Täuschungsmanöver
(Motorpanne) und trotz eigener Unachtsamkeiten (BEULE!) einen Vorsprung erarbeiten
konnten.
Ok guys, haut rein, dass diese Saison mindestens so erfolgreich wird, wie die vergangene.
Spätestens am 20. September wird sich für einige für uns zeigen, wer gut trainiert
hat... Es hat wahnsinnig viel Spaß mit euch gemacht. Mille grazie an Harry, dass
alles so gut geklappt hat. Und denkt beim Wettkampf dran: was ist denn der eine
Laufe gegen die vielen, die wir in Italien gemacht haben.
Fabian

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