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Mit einer kleinen aber feinen Gruppe gings nach München ins Dantestadion zu den
bayerischen Jugendmeisterschaften. Parallel zu einigen Viertelfinalspielen der
Fußballer, durfte unser Nachwuchs seine eigenen Kreise ziehen. Die Anfahrt in
unserem extra dem Event angepasstem fahrbarem Untersatz gestaltete sich als
langwierig. Von der leicht überfüllten Autobahn (nix als Touries) mussten wir
mehrmals abkommen. Rechtzeitig, 50 Minuten vor dem ersten Start parkten wir vor
dem Stadion ein. Musste ja nur noch die Stellplatzkarte abgegeben werden, die
Startnummer abgeholt werden, das Sportoutfit angezogen werden, Warmlaufen
sowieso usw.. Die Anna trafs als Erstes. 100 m in 13,39s sind für sie
mittlerweile nicht der Renner, wir sind ja inzwischen verwöhnt. Dies sollte aber
eh nur der Auftakt für den Langhürdenlauf am Sonntag sein. Der Tilman hatte das
gleiche Pensum abzuleisten. Er startete auf den 100 m in Bestleistung (11,84 s)
und steigerte sich noch mal im Zwischenlauf auf 11,80 s. Gute Vorzeichen.
Phillip glänzte im Vorlauf auch mit Bestleistung (11,57 s). Im Endlauf war auch
für ihn mit 11,71 s Schluss. David war verletzungsbedingt noch etwas im
Trainingsrückstand, aber die Deutsche Quali auf beiden Sprintstrecken sollte es
schon sein. Ziel ist Ziel. Der Vorlauf war in 11,33 s zwar sehr gut, aber Quali
verpasst und zudem auch noch den 9. Platz belegt. 8 kommen ins Finale. D.h.
keine Chance mehr auf eine bessere Zeit. Mist. Die Melli steigerte derweil ihre
100 m Bestzeit über den Vorlauf auf 12,72 s im Zwischenlauf. Erste Sahne. Tag 1
war geschafft und nun gings flugs in den benachbarten Biergarten um wenigstens
ein bisschen Fussi gucken zu können. Hat sich für uns und Portugal gelohnt.
Zwecks Übernachtung haben wir uns in ein kleines Dörfchen bei München bequemt.
Die LAC Quelle hat schon im Winter beschlossen, wegen den überteuerteten WM
Preisen nicht in München zu übernachten. Kann man ja verstehen. Aber warum sagt
uns das keiner? Wir können selbst sehen wo wir bleiben. Danke! Unsere
Langhürdler müssen am Sonntag sehr früh auf die Bahn, da is nix mit 3 h
Autofahren vorher. Da sollte man ausgeschlafen und ausgeruht sein. Was solls,
die Übernachtungs-Verwandschafts-Omi hat mit ihren 89 Jahren auf jeden Fall mehr
Drive drauf gehabt, als mancher dickbauchige Sportchef.
Zum Sportlichen: Anna und die 400 Hürden. (Ich werde ja eh
wieder vierte). Ich machs kurz: Vizemeisterin ist sie geworden, und zwar in
einem packendem Rennen. Locker auf den ersten 100 angegangen, danach etwas
zugelegt und auf der Zielgeraden 100 m lang ständigen Positionswechsel mit der
späteren dritten geübt. Sagenhaft! Genau wie die neue Bestzeit: 63,53 s! Danach
gabs für Til kein Halten mehr. Bisher recht locker auf den ersten Metern der 400
Hürdenstrecke unterwegs, machte er nun wieder das Gleiche. Aber, hört, hört,
diesmal hat er sich was vorgenommen: Erstmals unter der Schallmauer von 60 s
bleiben. Was isn mit dem los? Ok, er ist also unterwegs und legt auch ein
Zähnchen auf der Gegengeraden zu, läuft anständig die zweite Kurve und bügelt
den vor ihm laufenden Alzenauer auf der Zielgeraden um: Platz 8 in einem
hochklassigen Feld und die Bestzeit steht nun bei 59,18 s! Ohne Worte. Zugzwang
nun für Melli. 200 m = Mellimarathon. Aber das stört sie auch nicht mehr. Platz
9 mit Bestleitung von 26,22 s. Schon wieder sprachlos. Bei Helena lief s während
dessen nicht so wie erhofft. Im Training hat sie die 3 m mit dem Stab schon
öfters in der Tasche gehabt, im Wettkampf blieb sie diesmal bei 2,60 m hängen.
Über die Vizemeisterschaft konnte sich daher nur bedingt freuen. Die Höhe machts
halt doch. Simone kommt langsam auch wieder mit ihrem Stab in Schwung: 4,10 m
und den Titel inklusive. Der Stabkünstler Dutzi (the Matze) schwang sich über
4,00 m. Da hat er auch höhere Ziele, aber er ist ja noch im
Experimentierstadium.
In den Sprintstaffeln der LAC Quelle durfte keiner von uns laufen, obwohl die
Einzelzeiten gar nicht so übel waren. Aber Anna war die Auserwählte von uns. Sie
sollte in der 4 x 400 m Staffel ran. Wie dumm nur, dass sie beim Auslaufen in
eine Wespe getreten ist und voll den dicken Zehen gehabt hat. Wie schade.
Klein, aber fein, habe ich doch schon zu Beginn gesagt.
HG
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