Bayerische Jugendmeisterschaften München 01./02.07.2006
 

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Mit einer kleinen aber feinen Gruppe gings nach München ins Dantestadion zu den bayerischen Jugendmeisterschaften. Parallel zu einigen Viertelfinalspielen der Fußballer, durfte unser Nachwuchs seine eigenen Kreise ziehen. Die Anfahrt in unserem extra dem Event angepasstem fahrbarem Untersatz gestaltete sich als langwierig. Von der leicht überfüllten Autobahn (nix als Touries) mussten wir mehrmals abkommen. Rechtzeitig, 50 Minuten vor dem ersten Start parkten wir vor dem Stadion ein. Musste ja nur noch die Stellplatzkarte abgegeben werden, die Startnummer abgeholt werden, das Sportoutfit angezogen werden, Warmlaufen sowieso usw.. Die Anna trafs als Erstes. 100 m in 13,39s sind für sie mittlerweile nicht der Renner, wir sind ja inzwischen verwöhnt. Dies sollte aber eh nur der Auftakt für den Langhürdenlauf am Sonntag sein. Der Tilman hatte das gleiche Pensum abzuleisten. Er startete auf den 100 m in Bestleistung (11,84 s) und steigerte sich noch mal im Zwischenlauf auf 11,80 s. Gute Vorzeichen. Phillip glänzte im Vorlauf auch mit Bestleistung (11,57 s). Im Endlauf war auch für ihn mit 11,71 s Schluss. David war verletzungsbedingt noch etwas im Trainingsrückstand, aber die Deutsche Quali auf beiden Sprintstrecken sollte es schon sein. Ziel ist Ziel. Der Vorlauf war in 11,33 s zwar sehr gut, aber Quali verpasst und zudem auch noch den 9. Platz belegt. 8 kommen ins Finale. D.h. keine Chance mehr auf eine bessere Zeit. Mist. Die Melli steigerte derweil ihre 100 m Bestzeit über den Vorlauf auf 12,72 s im Zwischenlauf. Erste Sahne. Tag 1 war geschafft und nun gings flugs in den benachbarten Biergarten um wenigstens ein bisschen Fussi gucken zu können. Hat sich für uns und Portugal gelohnt.
Zwecks Übernachtung haben wir uns in ein kleines Dörfchen bei München bequemt. Die LAC Quelle hat schon im Winter beschlossen, wegen den überteuerteten WM Preisen nicht in München zu übernachten. Kann man ja verstehen. Aber warum sagt uns das keiner? Wir können selbst sehen wo wir bleiben. Danke! Unsere Langhürdler müssen am Sonntag sehr früh auf die Bahn, da is nix mit 3 h Autofahren vorher. Da sollte man ausgeschlafen und ausgeruht sein. Was solls, die Übernachtungs-Verwandschafts-Omi hat mit ihren 89 Jahren auf jeden Fall mehr Drive drauf gehabt, als mancher dickbauchige Sportchef.


Zum Sportlichen: Anna und die 400 Hürden. (Ich werde ja eh wieder vierte). Ich machs kurz: Vizemeisterin ist sie geworden, und zwar in einem packendem Rennen. Locker auf den ersten 100 angegangen, danach etwas zugelegt und auf der Zielgeraden 100 m lang ständigen Positionswechsel mit der späteren dritten geübt. Sagenhaft! Genau wie die neue Bestzeit: 63,53 s! Danach gabs für Til kein Halten mehr. Bisher recht locker auf den ersten Metern der 400 Hürdenstrecke unterwegs, machte er nun wieder das Gleiche. Aber, hört, hört, diesmal hat er sich was vorgenommen: Erstmals unter der Schallmauer von 60 s bleiben. Was isn mit dem los? Ok, er ist also unterwegs und legt auch ein Zähnchen auf der Gegengeraden zu, läuft anständig die zweite Kurve und bügelt den vor ihm laufenden Alzenauer auf der Zielgeraden um: Platz 8 in einem hochklassigen Feld und die Bestzeit steht nun bei 59,18 s! Ohne Worte. Zugzwang nun für Melli. 200 m = Mellimarathon. Aber das stört sie auch nicht mehr. Platz 9 mit Bestleitung von 26,22 s. Schon wieder sprachlos. Bei Helena lief s während dessen nicht so wie erhofft. Im Training hat sie die 3 m mit dem Stab schon öfters in der Tasche gehabt, im Wettkampf blieb sie diesmal bei 2,60 m hängen. Über die Vizemeisterschaft konnte sich daher nur bedingt freuen. Die Höhe machts halt doch. Simone kommt langsam auch wieder mit ihrem Stab in Schwung: 4,10 m und den Titel inklusive. Der Stabkünstler Dutzi (the Matze) schwang sich über 4,00 m. Da hat er auch höhere Ziele, aber er ist ja noch im Experimentierstadium.
In den Sprintstaffeln der LAC Quelle durfte keiner von uns laufen, obwohl die Einzelzeiten gar nicht so übel waren. Aber Anna war die Auserwählte von uns. Sie sollte in der 4 x 400 m Staffel ran. Wie dumm nur, dass sie beim Auslaufen in eine Wespe getreten ist und voll den dicken Zehen gehabt hat. Wie schade.
Klein, aber fein, habe ich doch schon zu Beginn gesagt.

HG